Der in der gesamten EU geschützte Eschen-Scheckenfalter (Euphydryas maturna), ist auch in Österreich akut gefährdet. Der Grund dafür ist das Absterben der wichtigsten Futterpflanze für seine Raupen, der Esche (Fraxinus excelsior), die in den letzten Jahren stark unter dem Eschentriebsterben leidet. Diese eingeschleppte Krankheit hat in vielen Regionen zu einer massiven Abmahme der Eschenpopulation geführt.Dies wirkt sich natürlich auch auf jene Arten aus, die an die Esche trophisch angewiesen sind. Dazu gehört auch der Eschen-Scheckenfalter, der allerdings auch als Modellart für alle jene Organismen dienen kann, die unter dem gegebenen Zustand ebenso leiden, aber nicht so streng beobachtet werden, bzw. viel komplizierter nachweisbar sind (in Österreich unter anderem das Blaue Ordensband (Catocala fraxini), das Wiener Nachtpfauenauge (Saturnia pyri) und einige mehr).
Um den Eschen und den Schmetterlingen zu helfen, haben wir gemeinsam mit der BOKU Wien ein Projekt vorbereitet.

Im Rahmen dessen haben wir österreichweit semiresistente Eschen gesetzt, die die Krankheit überleben. Damit sichern wir auch eine Nahrungsquelle für die Raupen.

Wir haben an mehreren Standorten in verschiedenen Bundesländern Österreichs Eschen gepflanzt – an Orten, die Schmetterlinge lieben:
auf Waldlichtungen,

in Schneisen,

in Bachtälern,

und an Waldsäumen.

Von den Ebenen Niederösterreichs

bis zu den Kalkalpen.

Mal mit Hilfe von Technik,

meistens aber von Hand.

Innerhalb von zwei Jahren (2024-2025) haben wir ca. 3.000 Bäumchen gepflanzt.

